Als Hilfsmittel ja, als Grundlage nein. An Tagen, an denen feste Nahrung nicht geht, ist ein Shake besser als eine ausgefallene Mahlzeit. Riegel sind oft eher Süßigkeit mit Eiweißaufdruck — ein Blick auf die Zutatenliste lohnt. Echte Lebensmittel bringen zusätzlich Vitamine und Ballaststoffe mit.
Beides hat unter GLP-1 seine Berechtigung, aber in einer bestimmten Rolle.
**Shakes** sind an schlechten Tagen wirklich nützlich. Flüssiges geht oft, wenn Festes nicht mehr geht, und ein Eiweißdrink deckt in wenigen Schlucken, wofür du sonst eine Mahlzeit bräuchtest. Ein selbstgemachter aus Milch oder Skyr mit Beeren tut es genauso wie ein gekaufter — und ist meist billiger.
**Riegel** sind die schwierigere Kategorie. Viele enthalten pro Riegel weniger Eiweiß als ein Becher Skyr, dafür deutlich mehr Fett und Zuckeraustauschstoffe. Letztere können bei empfindlichem Darm zusätzlich Blähungen machen. Wenn Riegel, dann einer, bei dem das Eiweiß tatsächlich im Verhältnis zu Kalorien und Fett steht.
Was beides nicht ersetzt: die Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe aus echten Lebensmitteln. Wer unter der Therapie ohnehin wenig isst, kann sich diese Lücke am wenigsten leisten — deshalb sind Shakes Ergänzung, nicht Grundlage.
Ein praktischer Vergleich aus dem eigenen Bestand: Unsere Rezepte liefern im Durchschnitt 23,5 g Eiweiß pro Portion bei 278 Kalorien, und 23 davon sind ohne Kochen fertig. Das ist in vielen Fällen genauso schnell wie ein Riegel.
