Der Zielkonflikt ist real: Zwieback, Cracker und Brühe gehen an schlechten Tagen, liefern aber nichts. Die Lösung sind eiweißreiche Lebensmittel, die dieselben Eigenschaften haben — kalt, mild, weich, fettarm: Magerquark, Skyr, Hüttenkäse, weiches Ei, verdünnter Proteindrink, pürierte Hülsenfruchtsuppe.
Das ist einer der schwierigsten Punkte überhaupt, und er wird in den üblichen Ratgebern übergangen: Die Empfehlungen bei Übelkeit laufen auf Zwieback, Salzstangen, Toast und Brühe hinaus — und die liefern praktisch kein Eiweiß. Gleichzeitig soll man auf die Eiweißmenge achten. Beides zusammen geht scheinbar nicht.
Der Ausweg liegt darin, die **Eigenschaften** zu nehmen, die bei Übelkeit helfen, und sie in eiweißreichen Lebensmitteln zu suchen. Verträglich heißt in dieser Phase: kalt oder lauwarm, mild, weich oder flüssig, fettarm, geruchsarm. Das trifft auf einiges zu, was auch Eiweiß liefert:
**Magerquark und Skyr** — kalt, mild, geruchsarm, und mit die dichtesten Eiweißquellen überhaupt. Wer sie pur nicht mag, rührt etwas Apfelmus unter.
**Körniger Hüttenkäse** — dasselbe Prinzip, herzhafter.
**Weiches Ei oder Rührei ohne Fett** — weich, mild, in kleiner Menge gut machbar.
**Verdünnter Proteindrink** — wenn Festes gar nicht geht, ist Flüssiges die Brücke. Verdünnt und langsam getrunken geht mehr als pur.
**Pürierte Linsen- oder Erbsensuppe** — flüssig, mild, warm oder abgekühlt, und liefert nebenbei Ballaststoffe.
**Milch oder Buttermilch** in kleinen Mengen über den Tag.
Wenn wirklich nur Zwieback geht, ist das für einen Tag in Ordnung — es sind Überbrücker. Sobald wieder etwas mehr möglich ist, kommt das Eiweiß zurück. Was du vermeiden solltest, ist, tagelang bei den Überbrückern zu bleiben, weil sie eben gut gehen.
