Meistens ist es das Tempo oder die Menge, nicht das Gericht. Der Magen entleert sich langsamer, und das Sättigungssignal kommt verzögert — wer im alten Tempo isst, ist über den Punkt hinaus, bevor er es merkt. Kleinere Bissen, längere Pausen, und bei den ersten Anzeichen aufhören.
Wenn die Übelkeit nicht erst danach, sondern schon beim Essen einsetzt, liegt es fast immer an einem von drei Dingen — und alle drei kannst du selbst ändern.
**Das Tempo.** Das Sättigungssignal kommt unter der Therapie verzögert. Wer im gewohnten Tempo isst, hat den Punkt längst überschritten, bevor das Gehirn ihn meldet. Ein bewusst langsameres Tempo — Besteck zwischendurch ablegen, kauen bis es wirklich fein ist — verhindert genau das.
**Die Menge pro Bissen.** Große Bissen brauchen im langsamen Magen länger. Klein schneiden und gründlich kauen ist keine Etikette, sondern hier tatsächlich wirksam: In einer kontrollierten Untersuchung besserte kleinere Partikelgröße Übelkeit, Völlegefühl und Blähungen messbar.
**Der Zeitpunkt zum Aufhören.** Das erste leichte Druckgefühl ist bereits das Signal, nicht die letzte Warnung. Wer bis zum vollen Sättigungsgefühl isst, ist regelmäßig darüber hinaus.
Praktisch bewährt: die Portion von vornherein klein anrichten und lieber nachnehmen, statt einen vollen Teller vor sich zu haben. Ein voller Teller verführt zum Aufessen, auch wenn der Körper längst genug hat.
Nach dem Essen mindestens eine halbe Stunde aufrecht bleiben statt sich hinzulegen.
Wenn du trotz all dem regelmäßig während des Essens erbrechen musst, ist das kein Technikproblem mehr und gehört ärztlich angesehen.
